Recyclingpapiere – Papierqualitäten


Papier ist heute unser Bedruckstoff für Büchern, Katalogen, Broschüren, Prospekten, Handzetteln, Zeitungen, ist Verpackungsmaterial für unsere Konsumgüter und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber auch als Haushalts- und Hygieneartikel, und neuerdings auch im Möbeldesign findet Papier bzw. Karton in allen erdenklichen Varianten seinen Einsatz.

Die Angebote des Papierhandels sind unüberschaubar und werden jährlich durch neue innovative Qualitäten erweitert.

Sucht man jedoch ganz gezielt nur nach den sogenannten „umweltfreundlichen“ oder auch Recycling-Papieren reduziert sich diese Vielfalt überschaubar.

Recyclingpapiere werden von den Papierherstellern in verschiedensten Qualitäten angeboten. Entscheidend beim Einsatz dieser Papiere ist neben der Haptik, dem Recycling-Anteil und der gewünschten Zertifizierung (FSC, PEFC, Blauer Engel… ) auch der „Weissegrad“ des Papiers. Die Weisse, ist die optische Erscheinung weißer Papiere mit oder ohne Weißtöner/Aufheller bei Beleuchtung mit einer tageslichtähnlichen Lichtquelle.

Anmerkung: Da die Weisse-Messung der Papiere dem menschlichen Auge nachempfunden wird heisst das nicht, dass Papiere mit einer maximalen Weisse auch gleichzeitig von uns als angenehm und sympathisch empfunden werden. Eine hohe „Weisse“ wirkt für den Betrachter eher blaustichig.

Um eine Papierweisse zu erreichen werden bei der herkömmlichen Papierherstellung Chlor bzw. Clorverbindungen eingesetzt. EFC-(elementary chlorine free) oder TFC-(totally chlorine free) freie Papiere werden in der Regel mit Sauerstoff und Wasserstoffperoxid gebleicht und mit entsprechenden Siegeln ausgewiesen.

Die Siegel haben die Funktion einen ökologisch, sozialen und ökonomischen Wert einer Waldbewirtschaftung, der Papierherstellung oder des Papiers sichtbar zu machen.
Siehe auch Siegel-Kennzeichnung für Öko-Papiere

Wir unterscheiden die Papierarten, egal ob recycling oder standard Qualität, in „gussgestrichene, „glänzendgestrichene“, „halbmatt-„, „matt-“ oder „seidenmattgestrichene“ Papiere, sowie in ungestrichene Naturpapiere, Recyclingpapiere, Karton und in unzählige andere Spezialpapiere.

Glänzendgestrichene Papiere „Bilderdruck- oder auch Kunstdruck-Papiere“ finden den Einsatz überwiegend bei hochwertigen Drucksachen mit Abbildungen. Die Papiere sind in der Regel mehrfach gestrichen um eine hohe „Weisse“ und eine gute Bedruckbarkeit zu erreichen. Bei sehr hochwertigen Papieren kann eine annähernd fotoähnliche Qualität gedruckt werden.

Seidenmatte Papiere. Wer den hohen Glanz der Bilderdruckpapiere nicht mag kann alternativ „seidenmatte“ Papiere einsetzen. Diese Papiere haben, wie der Name verspricht, eine seidenmatte, microfeine Oberfläche und bieten eine ebenfalls hohe Detailschärfe im Druck.

Halbmattgestrichene und mattgestichene Papiere weisen sich durch ihre mehr oder weniger rauhe Oberfläschenstruktur aus und wirken in der Regel sehr natürlich.

Ungestrichene, sogenannte Naturpapiere, sind holzfreie oder holzhaltige Papiere ohne Veredelung durch einen Strichauftrag. Es sind in der Regel besonders schöne „Image-Papiere“ jedoch für die hochwertige Wiedergabe von Bildern weniger gut geeignet.

Volumenpapiere weisen ein höheres Volumen auf. Dass heisst sie fühlen sich dicker an als ein nicht Volumen-Papier der gleichen Grammatur.

Dünndruckpapiere oder Bibeldruckpapiere sind eine holzfreie und sehr dünne, geleimte Papierart. Sie sind lichtundurchlässig (hohe Opazität) und wiegen zwischen 25 und 60 g/m².

Feinpapiere sind hochwertige, holzfreie, gelegentlich noch hadernhaltige Naturpapiere für anspruchsvolle Verwendungszwecke (z. B. Ausstattungs-, Hartpost-, Landkarten-, Zeichen-, Banknotenpapiere)

Spezialpapiere sind zum Beispiel Packpapiere, Pappe, technische, hygiene Papiere, Color-Papiere, transparente Papiere, kaschierte Papiere…

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