ProCarton bescheinigt Papier- und Kartonverpackungen eine positive CO2-Bilanz


Papier und Kartonverpackungen können funktional und in einer großen Formenvielfalt eingesetzt werden. Die plane Oberfläche sowie die zahlreichen Veredlungsmöglichkeiten von Kartonagen erlauben fast unbegrenzte Möglichkeiten bei der Verpackungsgestaltung.

Einsatzbereich
In der Lebensmittelindustrie wird Papier überwiegend (rund 60%) bei Transportverpackungen in Form von Kartonagen, Wellpappen oder Kraftpapier, eingesetzt. Papierverpackungen finden überwiegend als Primärverpackungen (Mehltüten, Faltkarton z.B. für Salz), als Sekundärverpackung (Pralinenkarton) und Tertiärverpackung (Umkarton, Geschenkpapiere) ihre Verwendung. Darüber hinaus sind Faltschachteln, Kombidosen, Papiereinschläge und -tüten von Bedeutung.

Herstellung und Ökologie
Für die Herstellung von Papier und Karton werden neben Faserstoffen (überwiegend Zellstoffe) zusätzlich Hilfsstoffe für Leimung und Imprägnierung sowie Füllstoffe verwendet. Die Cellulose stamm zu 95% aus Holz sowie Stroh, Lein und Gräsern.

Papier und Kartonagen werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und können nach entsprechender Aufbereitung größtenteils wieder einem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Nach Aussage von ProCarton – der Europäischen Vereinigung der Papier- und Faltschachtelhersteller – stammen 80% des in Europa für die Erzeugung von Papier und Karton verwendeten Holzes auch aus nachhaltig bewirtschafteten Forsten in Europa. Die Umweltbelastung während der Zellstoffgewinnung ist in den letzten Jahren durch modernere Verfahren deutlich reduziert worden. Auf eine Chlorbleiche wird heute weitestgehend verzichtet. Spezielle Gütesiegel wie FSC, Blauer Engel, Nordic Environment Label, EU Umweltzeichen… (siehe Beitrag zu Papiersiegel) geben Auskunft über die Herkunft, die Bewirtschaftung des Waldes sowie die Altpapieranteile oder die eingesetzten Bleichverfahren.

Laut einer Pressmitteilung von ProCarton am 30. 10.2012 konnte der CO2-Fußabdruck bei der Produktion von Karton und Faltschachteln in Europa auf 915 kg/t fossiler CO2-Äquivalente reduziert werden. Damit verbessert sich die Umweltbilanz von Papier und Karton in den letzten 3 Jahren um 5%.
Die Verbesserungen schlüsseln sich wie folgt auf:
• Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen (Abiotischer Ressourcenverbrauch) -1%
• Emissionen, die sauren Regen verursachen (Versauerung) -4%
• Emissionen, die zu Verlust von Sauerstoff führen können (Eutrophierung) -6%
• Emissionen, die die Ozonschicht beeinträchtigen können (Ozonschicht-Abbau) -8%
• CO2-Fußabdruck -5%

(Quelle: ProCarton www.procarton.com)

Kartonagen werden häufig komplett aus Altpapier hergestellt. Der Recyclinganteil liegt etwa bei 65%. Die bei der Aufbereitung geschädigten Fasern werden durch einen Anteil Primärfaser (aus zertifizierten, nachhaltig Bewirtschaften Forsten) ersetzt. Gegenüber der Neuware werden 15 % Wasser eingespart, nur noch 5% der Gewässer belastet und 33% an Energie benötigt. Damit leistet die Papierherstellung aus Altpapier einen positiv zu bewertenden Beitrag beim Umweltschutz in Europa der mit Sicherheit in der Zukunft auch noch weiter verbessert werden kann.

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