Typisch „grünes“ Design in der Werbung


Corporate Design in der grünen Werbung – das typisch „grüne“ Design.
Während die Ökobewegung vor 20 Jahren sich alternativ, das heisst mit selbstgebastelten, hand- oder schreibmaschinengeschriebenen, gemalten Flyern auf mausgraue oder bräunlichgraue Umweltschutzpapieren präsentierte und diese in den Kopieshops vervielfältigte gibt es heute den „öko-typischen Stile“ nicht mehr.

Alles ist möglich, Hauptsache umweltfreundlich produziert, zumindest präsentieren sich so die Newcomer der Szene, die Supermarktketten aber auch viele etablierte Unternehmen. Design ist jetzt auch bei den Ökos angekommen wenn auch zum Teil mit vorbehalten – Das Produkt, der Inhalt steht im Vordergrund und nicht die Verpackung.

Das ist einerseits richtig und andererseits auch wieder falsch gedacht. Denn auch ein Ökoprodukt muss heute aus den Vielzahl an ähnlichen Angeboten und den möchte gern „Bio“-Angeboten der Supermarktketten herausstechen um zum Käufer zu gelangen.

„Markenprodukte“ haben es da noch recht einfach ihre markenbewussten Freunde zu finden. Bei den „No-Names“ die mit innovativen Produkten die Konsumtempel befüllen wird es viel schwieriger sich nachhaltig zu positionieren und sich in der Regel auch noch gegen die „konventionellen“ Angebote überzeugend durchzusetzen. Ein gutes Design kann dabei helfen zielgruppenaffine Interessenten und Käufer zu finden.

Will man seine grüne und soziale Einstellung unmittelbar erkennbar darstellen spielt das Design eine sehr wesentliche Rolle.

Wie sieht jedoch das „Öko“-Design von heute mit dem typischen Wiedererkennungswert aus?
Dass ein Öko-Design „nachhaltig“ Produziert wurde – das heisst bei Drucksachen bestenfalls mit regenerativer Energie und „Bio“-Farben auf Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder die Rohwaren bei der Kleidung aus ökologischem Anbau stammen und fair gehandelt wurden – ist äußerlich nicht zu erkennen.

Diese Frage allgemeingültig zu beantworten fällt mir insofern schwer, denn schlussendlich ist das öko-typische Corporate Design die visualisierte Unternehmensphilosophie einerseits und andererseits das Angebot welches seine Zielgruppe im Idealfall ohne große Erklärungen unmittelbar erreichen soll. Und nicht zu vergessen unterliegt Design auch zeitlichen Trends oder wird, wie z. B. in der Mode, von der Persönlichkeit des Kreativen geprägt.

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