Bio – ein Wachstumsmarkt mit Chancen für behinderte Menschen und Werkstätten


Mehr als 150 Werkstätten bieten in Deutschland mittlerweile landwirtschaftliche Tätigkeiten für Menschen mit Behinderungen an. Gut die Hälfte führt das Bio-Siegel der Anbauverbände Demeter, Bioland oder Naturland. Die Zahl der grünen Werkstätten wächst weiter.

Warum ist eine ökologische Anbauweise für Werkstätten und Höfe die mit behinderten Menschen arbeiten so interessant?
Zum einen wächst das „grüne“ Marktsegment kontinuierlich und bieten für die Produkte gute Absatzmöglichkeiten in Form einer Direktvermarktung im Hofladen, Wochenmarkt oder durch Biokisten Lieferangebote. Zum Anderen ist der ökologische Anbau auch deshalb ideal für Werkstätten, da viel Handarbeit notwendig ist. Gerade Menschen, die im industriellen Umfeld einer Werkstatt nicht zurechtkommen, finden in den grünen Bereichen vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Auch aus pädagogischen Gründen ist die Landwirtschaft sehr sinnvoll. Die Natur und der Umgang mit den Tieren wirkt auf viele Menschen beruhigend. Regelmäßige Stallarbeiten geben den Beschäftigten einen festen Rhythmus im Alltag vor und die Ergebnisse ihrer Arbeit sind mit eigenen Händen zu greifen. So wohltuend eine ökologische Landwirtschaft für viele Menschen mit Behinderung ist, sie muss sich rechnen. Im Bio-Bereich sind die Voraussetzungen sehr gut.

Chancen in einem wachsenden Markt
Immer mehr Menschen wollen sich ökologisch Ernähren, frei von Chemie und ohne gentechnische Manipulationen. Sie legen großen Wert auf eine artgerechte Tierhaltung und fordern unbelastete, frische Lebensmittel möglichst aus regionalem Anbau. Die Marktchancen für eine ökologische Landwirtschaft sind besser den je wenn die Unternehmen Angebote engagiert und professionell vermarkten.

Professionalität ist heute gefragt
Bei der Vermarktung hapert es jedoch bei vielen Werkstätten und Höfen. Die Biobranche ist inzwischen hochprofessionell und international aufgestellt. Die Aussteller Fachmessen für Naturkost-, Naturkosmetik- und Reformwaren „BioNord“, „BioSüd“, „BioWest“, „BioOst“ oder die Weltleitmesse für Bio-Produkte „Biofach“ sowie die unzähligen Konsumermessen wie „Fair!“ (Dortmund), „Heldenmarkt“ (Berlin/Frankfurt/Stuttgart/München) oder „Fairena“ (München) belegen dies beispielhaft. Produkte mit einem laienhaftem Anstrich können auf dem dynamischen grünen Markt nicht mehr mithalten. Sie müssen auch erfolgreich vermarktet werden. Eine Zielgruppen optimierte Ausrichtung der Angebotspalette und die Neugestaltung des Erscheinungsbildes kann Wunder wirken. Manchmal braucht es aber auch nur eine pfiffige Idee um den Umsatz nachhaltig zu steigern.

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